Ein Youtube-Videos mit 36 Fragen an Männer ist ein günstiger Anlass, die Frage Wie hast Du’s mit dem Feminismus? um die Frage Wie hast Du’s mit dem Antifeminismus? zu ergänzen.
Vor einer Woche wurde bei Youtube ein Buzzfeed-Video hochgeladen, in dem sechs verschiedene Frauen eine lange Liste von Fragen an Männer richten. An alle Männer. Allerdings sind die Fragen seltsam – es sind nicht einmal Lehrerfragen, deren Antworten der Fragende kurioserweise immer schon kennt, der Gefragte aber häufig nicht. Es sind Aussagen und Zuschreibungen in Frageform.
Trotzdem habe viele Männer sich sogleich die Mühe gemacht, auf die Fragen zu antworten – im Blog Alles Evolution sind diese Antworten, auch in den Kommentaren, gesammelt oder verlinkt. Das ist eigentlich ein Bruch der Spielregeln – denn die einzige erwartete Reaktion von Männern besteht erkennbar darin, vor dem Computer zu sitzen, betroffen auf den Schirm zu schauen und ab und zu entschlossen zu nicken: „Es stimmt, es stimmt alles…..Warum bin ich darauf nicht von selbst gekommen? Ich muss mich, ach was, WIR müssen UNS sehr schnell ändern.“
So hat es durchaus etwas Subversives, wenn viele so tun, als hätten sie den scheinhaften Charakter der Fragen gar nicht bemerkt, wenn sie die Fragen vorsätzlich ernst nehmen und auch entsprechend beantworten. Auch Frauen machen dabei übrigens mit – und zeigen so, dass sie sich durch die Fragen an Männer nicht vertreten fühle

Die Kunst, auf eine offene, freundliche und ermutigende Weise Fragen zu stellen, ist gar nicht so einfach zu erlernen. Da Frauen bekanntlich das empathischere Geschlecht sind, fällt es ihnen in aller Regel sehr viel leichter.
Die Antworten zeigen zudem, dass viele Männer und nicht-feministische Frauen ein Interesse am Dialog mit Feministinnen haben – auch dann, wenn nur jemand deren Fragen als Angebot zum Dialog verstehen kann, der sich absichtlich ein wenig naiv stellt. Ob es überhaupt einen Sinn hat, einen solchen Dialog zu suchen – aber auch, ob es einen Sinn hat, sich verbissen vom Feminismus abzugrenzen und antifeministische Positionen zu beziehen: Solche Überlegungen lassen sich an diesem Beispiel sehr gut anstellen.
Wie man eine Litanei als Gesprächsangebot verkleidet
Allerdings hat es wenig Sinn, den ohnehin vorhandenen Sets von Antworten noch ein weiteres hinzuzufügen. Interessanter war es nun für mich, die Fragen einfach in die Zuschreibungen zurückzuverwandeln, die sie eigentlich sind. Dabei kommt ein durchaus beeindruckendes Bild von Männern heraus.
Ich habe mich bei der folgenden Liste auf die Texte von Adrian in seinem Schwulemiker–Blog gestützt. Die Liste ist lang und ermüdend – aber es ist trotzdem eine seltsam anregende Übung, sie einmal in ihrem ganzen Umfang durchzulesen (was aber möglicherweise damit zu tun hat, dass ich katholisch aufgewachsen und mit dem Sinn von Exerzitien vertraut bin). Hier also ein Eindruck davon, wie sich junge feministische Frauen von heute Männer vorstellen:
1. Männer mögen keine romantischen Komödien, oder denken, sie dürften sie nicht mögen.
2. Männer haben aus undefinierbaren Gründen Schwierigkeiten damit, dass jeder Beyoncé mag.
3. Männer können sich stundenlang über Titten unterhalten, lassen Frauen im Kino aber nur über Männer reden.
4. Männer mögen keine Serien oder Filme mit weiblichen Protagonisten.
5. Es überrascht Männer, wenn Frauen lustig sind – dabei sind sie selbst vermutlich gar nicht sonderlich lustig, und ich bin vermutlich lustiger.
6. Wenn eine Frau einen Mann „ranlässt“, glaubt er gleich, die Frau sei ihm verfallen. Dabei sind Frauen meistens froh, wenn Männer nach dem Sex einfach gehen.
7. Eine Frau kann nicht mit so vielen Leuten Sex haben, wie sie will, ohne abgewertet zu werden – aber Männer beglückwünschen einander, wenn sie mit möglichst vielen Frauen Sex haben.
8. Wenn eine Frau nach drei Tagen nicht mit ihm ins Bett geht, hält ein Mann sie für frigide – geht sie sofort mit ihm ins Bett, hält er sie für eine Schlampe.
9. Wenn eine Frau „Nein“ sagt, interpretieren Männer das als Zustimmung, als „Ja“.
10. Männer trauen Frauen keine Führungsverantwortung zu, weil sie Frauen für zu emotional halten. Dabei pfeifen Männer ständig Frauen hinterher und rechtfertigen das damit, dass sie sich nun einmal nicht beherrschen könnten.
11. Ein Mann glaubt, dass eine Frau zum Sex mit ihm verpflichtet sei, wenn er nett zu ihr ist.
12. Männer senden Frauen unaufgefordert Bilder von ihrem Penis zu.
13. Männer finden es in Ordnung, Frauen zu belästigen oder anstößig über sie zu reden – finden es aber schlimm, wenn das ihrer eigenen Schwester passiert.
14. Im Meeting unterbrechen Männer Frauen, wenn die Argumente vorbringen.
15. Männer sitzen überall breitbeinig. Es kann nicht daran liegen, dass das für sie angesichts ihrer Hoden bequemer ist – denn dann würden Frauen ja auch angesichts ihrer Brüste beständig die Arme ausbreiten.
16. Männer halten Frauen für schwächer, obwohl Frauen Kinder auf die Welt bringen – was ungefähr so ist, als würde eine Wassermelone durch eine sehr kleine Öffnung gequetscht.
17. Männer empfinden es als albern, Emotionen zu zeigen.
18. Männer wollen Frauen gegenüber beständig ihre Männlichkeit unter Beweis stellen.
19. Männer halten Schimpfwörter nicht für ladylike.
20. Wenn Frauen von Erfahrungen sexueller Gewalt, gar von Vergewaltigungen erzählen, ist die erste Reaktion von Männern, sie anzuzweifeln.
21. Männer halten Frauen, die ihre Periode haben, für zornig.
22. Männer finden, dass Frauen, die Make Up tragen, Etikettenschwindel betreiben. Seltsam, denn Männer täuschen andererseits ja auch falsche Penisgrößen vor.
23. Männer finden es ganz normal, dass eine Gruppe weißer alter Männer legislativ entscheidet, was eine Frau mit ihrem Körper zu tun hat. Dabei können Männer die Position von Frauen nicht nachvollziehen, weil sie keine Möse haben.
24. Heteromänner sind verrückt nach Lesben.
25. Männer wissen, wie sich ein Tritt in die Eier anfühlt.
26. Männer müssen beständig als männlich erscheinen.
27. Männer haben Angst vor der Gleichberechtigung der Geschlechter.
28. Männer verdienen mehr als Frauen.
29. Männer finden es fair, dass Frauen nur drei Viertel bzw. zwei Drittel dessen verdienen, das Männer verdienen.
30. Männer fühlen sich durch Frauen eingeschüchtert, die mehr Geld als sie verdienen – obwohl sie dann ja möglicherweise selbst mehr Geld haben.
31. Männer betrachten Frauen mit einer eigenen Meinung als Zicken, Männer mit einer eigenen Meinung als Führungspersönlichkeiten.
32. Männer machen hinter verschlossenen Türen herabwürdigende Witze über Frauen, andere Männer gehen dabei nie dazwischen, sondern machen mit.
33. Männer sind privilegiert, erkennen das aber nicht an. Dabei bedeuten Privilegien ja gar nicht, dass sie dadurch schlechtere Menschen sind.
34. Männer haben dasselbe Geschlecht wie Donald Trump, welche Schlüsse sich daraus auch immer ergeben mögen.
Auch wenn einmal ein Punkt stimmt (Punkt 28), sind hier die Gründe dafür nicht ernsthaft von Belang. Es ist eine alberne Liste, voller Klischees, auch voller Widersprüche. Mit dem Punkt, die hier am Schluss steht, beginnt das Video: als ob es viel über Männer verraten würde, dieselbe Geschlechtszugehörigkeit wie Donald Trump zu haben – und als ob sie dadurch alle, irgendwie, rassistisch, arrogant und ungehobelt wären und zudem schlecht sitzende Frisuren hätten.
Was folgt, ist eine Litanei in Frageform – ein Monolog, der sich als Aufforderung zum Dialog verkleidet. Männer werden, wozu auch immer, gebraucht, sollen aber zuhören und den Mund halten. Mehr noch: Die Frauen beschäftigen sich obsessiv mit Männern, haben aber am Leben, das Männer führen, überhaupt kein Interesse.
Ignoranz der Ignoranz
Die Klischees könnten mit einfachen – realen – Nachfragen aus der Welt geräumt werden: Ich kenne zum Beispiel ganz unterschiedliche Gruppen von Männern, habe aber noch nie erlebt, dass Männer sich stundenlang über weibliche Brüste unterhalten, sich gegenseitig zu möglichst vielen sexuellen Eroberungen beglückwünschen oder gewohnheitsmäßig mit Penis-Push-Ups hantieren.
Männer sind hier, wie das gängigen Männerbeschreibungs-Routinen entspricht, emotional gehemmt, an hergebrachten Geschlechterrollen festgetackert, statusorientiert und nicht an Argumenten interessiert, sie sind naturwüchsig privilegiert, häufig damit beschäftigt, Frauen zu belästigen – und natürlich sind sie auch potenzielle Vergewaltiger, die ein „Nein“ nicht akzeptieren können. Unterschwellig oder ausdrücklich sind Frauen selbstverständlich jeweils ihre positiven Gegenbilder.
Beim Aspekt der Belästigung, immerhin, ließe sich noch erklären, warum Männer und Frauen hier ganz unterschiedliche Männerbilder haben: Frauen werden mit Männern, die offen, offensiv und auch hartnäckig auf sie zugehen, mehr und tendenziell auch unangenehmere Erfahrungen machen als mit Männern, die zurückhaltend sind und sich schon bei kleinen Anzeichen des Desinteresses zurückziehen. In dieser Hinsicht ist es erklärlich, dass Frauen Männer anders wahrnehmen, als Männer sich und ihre Geschlechtsgenossen selbst erleben.
Trotzdem lohnt sich das Zuhören nur, um zu merken, dass es sich für Männer – und auch für Frauen – nicht lohnt, sich mit Frauen auseinanderzusetzen, die in dieser Weise über Männer denken. Die Zuschreibungen an Männer sind schließlich nicht allein ein Symptom von Ignoranz – dass Männer über einige Aspekte des Lebens von Frauen und Frauen über einige Aspekte des Lebens von Männern wenig wissen, ist erwartbar, und es lässt sich, wenn nötig, häufig auch in Gesprächen klären.
Die Fragen aber sind nicht allein von Unwissen, sondern von einem belehrenden Unwissen geprägt – als ob die Frauen, die sie stellen, ganz selbstverständlich davon überzeugt wären, Männer besser zu kennen, als die sich selbst kennen. Sie demonstrieren nicht allein Ignoranz, sondern eine Ignoranz der Ignoranz – eine selbstbewusste Unwissenheit davon, wie wenig sie eigentlich wissen.
In dieser Hinsicht ist aber der Fragenkatalog denn doch aussagekräftig. Er ist strukturiert wie viele geschlechterpolitische Diskussionen, in denen Männer mit Zuschreibungen konfrontiert werden und einfach nur mangelnde Selbstkritik verraten, wenn sie diese Zuschreibungen nicht akzeptieren – so schräg, böswillig oder auch einfach nur daneben die auch sein mögen.
Die Frauen im Video arbeiten einen Katalog von Männerklischees ab, der für Positionen des heutigen Feminismus typisch ist, und da es mehrere Frauen sind, deren Fragen sich jeweils überschneiden, stellen sie den Eindruck her, sie würden eine ganz allgemeine Erfahrung von Frauen mit Männern wiedergeben. Es fehlt eigentlich bloß der Spott über „male tears“, und die als Satire verkaufte Gewaltnähe im heutigen Feminismus (#killallmen) ist allenfalls unterschwellig vorhanden, wenn eine der Frauen unvermittelt fragt, wie sich denn so ein Tritt in die Hoden anfühlt.
Wie hast Du’s mit dem Antifeminismus?
Was aber soll das – welche konkreten politischen Ziele sind mit einem solchen Feminismus verbunden? Die Frauenbewegung der ersten Welle hatte als wesentliches Ziel das Wahlrecht für Frauen – auch wenn heute meist unterschlagen wird, dass zu Beginn des Jahrhunderts nicht allein Frauen, sondern auch sehr vielen Männern das Wahlrecht vorenthalten wurde.
Die zweite Welle hatte als Kernthema die Reform des Abtreibungsrechts, auch wenn bis heute die Frage nach den reproduktiven Rechten von Männern ausgeblendet bleibt.
Welche politischen Ziele aber sind damit verbunden, wenn Frauen wortreich darüber klagen, dass Männer sich in der U-Bahn nicht richtig hinsetzen, dass sie Frauen nicht in angemessener Weise für lustig halten oder sie stundenlang über „Titten“ reden würden?
Mit einem Ideal der Gleichberechtigung haben solche Ressentiments nichts zu tun – zumal heute ohnehin Männer und Jungen, aber nicht Frauen und Mädchen rechtlich benachteiligt sind.
Auch um eine Öffnung der Geschlechterrollen geht es im heutigen Feminismus nicht, Männer werden auf traditionelle bürgerliche Funktionen verpflichtet, nicht von ihnen befreit: Sie sollen Frauen schützen und versorgen (HeForShe), über ihre eigene Situation nicht klagen (Jammer-Väter), die Kinder den Müttern überlassen, soweit die Mütter das wollen (Väter-Recht abschaffen!), und schon männliche Kinder sollen akzeptieren, dass Nachteile, die sie erleben, auf ihr eigenes Verschulden zurückzuführen sind.
Erkennbar ist im heutigen Feminismus nur ein einziges politisches Ziel – nämlich, spezifische Perspektiven, Interessen und auch Notlagen von Jungen und Männern aus politischen Diskussionen um soziale Gerechtigkeit herauszuhalten. Der einseitige, als Dialog nur verkleidete Geschlechtermonolog, den Feministinnen institutionell abgesichert führen, ist damit selbstzweckhaft zunächst und vor allem auf eines ausgerichtet: darauf, den Monolog auch weiterhin in dieser Einseitigkeit fortführen können.
Das aber hat inhaltlich keine Substanz. Es ist gleichwohl offenkundig, dass „Feminismus“ ein Begriff ist, der für Massenmedien attraktiv ist, auch wenn er außerhalb davon vielen Menschen eher auf die Nerven geht. Beyoncés Inszenierung bei den Video Music Awards ist ein Beispiel dafür, wie wirkungsvoll die Berufung auf den Feminismus ist. So haben heutige Feministinnen dann ein Label anzubieten, das für viele Medien- und Kulturschaffende sehr attraktiv ist – sie finden aber nichts, woran sie dieses Label auch haltbar befestigen könnten.
Mir selbst haben Texte von Feministinnen einer anderen Generation manchmal sehr gut gefallen, manchmal fand ich sie auch falsch, aber zumindest der Auseinandersetzung wert. Elisabeth Badinters liberaler Feminismus zum Beispiel war für mich in vielen Passagen überzeugend, und die Schriftstellerin Ruth Klüger – die sich ausdrücklich als Feministin bezeichnet – hat mich als Autobiografin und Essayistin beeindruckt. Texte von Ingeborg Bachmann – die sich selbst nicht als Feministin bezeichnet hat, aber eine „Ikone des frühen Feminismus” war – haben mich eine ganze Weile lang fasziniert. Ich könnte die Beispiele fortsetzen.
Selbst Susan Brownmillers Gegen unseren Willen habe ich schon ziemlich früh, vor Jahrzehnten während der Schulzeit, gelesen. Ich fand die Schlussfolgerungen – Brownmiller fordert eine Umkehrung der Beweislast in Vergewaltigungsprozessen – gefährlich, aber den Text nicht ansatzweise so belanglos wie die 36 Fragen der Frauen bei Youtube. Auch wenn Brownmillers Behauptung, die Vergewaltigung sei ein Verbrechen von allen Männern an allen Frauen, stark zur späteren Einseitigkeit von Diskussionen über sexuelle Gewalt beigetragen hat: Immerhin hatte sie versucht, das Thema der Vergewaltigung auf eine andere Weise zu erklären und zu beschreiben, als es beim Erscheinen des Buches allgemein erklärt und beschreiben wurde.
Eben das aber ist ein Unterschied zum heutigen Gerede von einer „Rape Culture“, das in aller Regel gedankenlos Positionen wiederholt, die – gerade in sich links gebenden Kontexten – ohnehin nicht mehr offen kritisiert werden können, ohne dass der Kritiker einen Shitstorm riskierte. Der heutige Feminismus ist kein Versuch, etwas neu zu beschreiben, sondern eine ewige Reproduktion des immer schon Vertrauten.
Es hat eben deshalb auch keinen Sinn, sich beständig an feministischen Positionen aufzureiben oder nach Möglichkeiten zu suchen, sie intellektuell auszuhebeln. Ein Antifeminismus wird immer in Gefahr sein, sich ebenso obsessiv mit Feministinnen auseinanderzusetzen, wie sich die Frauen im Video mit Männern beschäftigen. Antifeministen beißen sich an Positionen fest, die ohnehin nicht auf Veränderung angelegt sind.
Vertreter verbissener Anti-Positionen können ihren Gegnern zudem sehr ähnlich werden – dafür liefert die autonome Antifa in diesen Wochen ja selbstlos eindrucksvolle Beispiele.
Feministische Positionen sind dann ein Problem, wenn sie spezifische Perspektiven oder Notlagen von Jungen oder Männern aus der Diskussion drängen. Damit aber sind sie ein politisches Problem, kein intellektuelles. Wenn hingegen Feministinnen ernsthaft an Beiträgen von Männern – oder nicht-feministischen Frauen – interessiert sind, gibt es für mich keinen vernünftigen Grund, ihre Positionen rundheraus abzulehnen, auch wenn ich sie nicht teile.
Ideal wäre ein Geschlechter-Gespräch, das sich nicht an feministischen Setzungen abarbeitet, sondern das sie im Interesse von Wichtigerem umgeht und vielleicht auch integriert. Ein Cordon Sanitaire aber müsste ganz im Unterschied dazu um die Männerrechtsbewegung gelegt werden, hat der Feminist Thomas Gesterkamp gefordert, in einer Metapher, die männerrechtliche Ideen mit schweren Infektionskrankheiten vergleicht.
Solche Positionen verstopfen Diskussionen vorsätzlich. Um mit einer anderen medizinischen Metapher zu antworten: Bei solchen Positionen ist es sinnlos, immer wieder die Auseinandersetzung zu suchen – sinnvoller wäre es, Bypässe um sie zu legen. Das aber bedeutet in meinen Augen, Gespräche zu suchen mit Menschen, die nicht feministisch sind, ohne deshalb gleich feminismuskritisch zu sein – und auf Zuschreibungen wie die oben zitierten gelassen, ironisch oder eben gar nicht zu reagieren.
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